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Im Sommer sind die Tage länger...



Wir möchten Sie, liebe Rebstockpaten und Weinliebhaber bei frühsommerlichem Wetter begrüßen, im Mai 2022


Heute geht es weiter mit dem Jahreskarussell durch die Reben.

Im Februar-März haben wir davon berichtet, dass die Reben gebogen und angebunden wurden und damit das Spalier in den Zeilen gefestigt wurde.


Die nächsten Arbeiten sind, unter den Rebzeilen, das Beikraut einzudämmen.

Da wir ökologischen Weinbau betreiben, werden hierfür verschiedene mechanische Möglichkeiten angewandt.

Das Beikraut wird mit der „Scheibensech“ unterfahren, der Boden unter den Zeilen damit gelockert und wenn das Wetter mitspielt (trocken bleibt), werden die meisten Wurzeln der Beikräuter dürr.

Dazu kommt noch das Unterfahren des Beikrauts und zwar mit dem „Unterstockflachschar“.

Bei diesen Arbeiten, die wir im Zwischenachs des Schleppers angebracht haben, können wir gleichzeitig noch die Gasse mit dem Rebholz mulchen. So ist eine Überfahrt im Weinberg gespart und das wiederum ist Bodenschonend.

In jeder 2. Zeile wird die Begrünung, die schon ziemlich hochgewachsen ist, gewalzt. So versuchen wir eine dicke Mulchschicht in den Zeilen aufzubauen.

Der Zweck ist für den Erosionsschutz, Austrocknungsschutz und Humusaufbau zu sorgen!





Die Eisheiligen und auch der letzte Tag, die kalte Sophie (15. Mai), ist für uns glimpflich abgelaufen.

Wir sind in diesem Jahr zum Glück vor den Spätfrösten verschont geblieben.

Die erste Hürde für ein erfolgreiches Jahr ist damit genommen. Hoffen wir, dass es weiter so geht, denn wir würden uns sehr freuen, wenn wir dieses Jahr mal wieder alle vorbereiteten Weinfässer befüllen dürften.


Doch nun beginnt auch schon wieder der Wettlauf mit der Zeit.


Die „Frostruten“ müssen nun ganz zügig abgeschnitten werden.

Wir lassen seit den letzten paar starken Frostjahren wieder eine zusätzliche Rute am Stock stehen. Diese dient als Reserve, falls an den bereits angebunden Ruten zu viele Triebe durch den Frost kaputt gegangen sind.

Doch jetzt nach den „Eisheiligen“ herrscht wüchsiges Wetter und die Kraft des Rebstockes wandert leider in die stehende Rute. Aus diesem Grund muss diese Arbeit sehr schnell erledigt werden. Dafür gehen wir auch zusätzlich noch in den Abendstunden in den Weinberg.

Außerdem, auch das muss sehr zügig erledigt werden, wird die Zahl der Triebe auf die gewünschte Anzahl reduziert und die „Kranzaugen“ ausgebrochen.




Wir haben für Sie auch sehr gute Nachrichten.

Im Weinkeller wurden in dem Zeitraum von Februar bis jetzt, die Weine von der Hefe genommen und wurden zum Teil filtriert und dadurch „klar gemacht“.

Sodass die Weine glanzhell im Glase stehen.

Letzte Woche hatten wir von unserem Kellermann Maximilian und dem externen Abfüller das o.k. und wir konnten die fertigen Weine abfüllen.

Nachdem die Weine den offiziellen Teil, Prüfungen Etikettendruck usw. durchlaufen haben, hoffen wir, dass diese uns ab Pfingsten zur Verfügung stehen und dann auch in den Verkauf kommen dürfen.

Ihr wundert Euch bestimmt darüber, dass es doch noch ein paar Wochen dauert, obwohl die Weine schon abgefüllt sind aber diese Prozedur nach dem Füllen müssen alle Weine durchlaufen. Das betrifft alle Weinbaubetriebe die Ihren Wein verkaufen möchten.


Liebe Rebstockpaten, wir werden Sie per Mail benachrichtigen, wenn es soweit ist und wir die Patenweine verschicken können.




So das war es mal wieder, schaut Euch noch die Bilder von unseren Reben an.

Diese haben sich dieses Jahr sehr lange nicht verändert, erst gegen Ende April.

Seit die Temperaturen im Mai gestiegen sind, auch nachts, kann man förmlich zusehen, wie die Triebe wachsen.




Zum Ende noch eine Bauernweisheit für Mai.


„Wie's Wetter an St. Urbanstag (25.05.), so es im Herbst wohl werden mag.“