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Spätsommer ist Weinlesezeit!


Hallo liebe Rebstockpaten und Weininteressierte,

Der Wettlauf der Zeit geht immer weiter.

Gäbe es Olympische Medaillen zu vergeben, dann würde das Jahr 2020 wohl Gold bekommen, so schnell ziehen die Wochen und Monate an einem vorüber.

Seit den ersten Corona-Lockerungen haben wir, genau wie viele andere auch, versucht möglichst viele Veranstaltungen in die Sommermonate zu packen.

Die Menschen sind hungrig nach Gesellschaft - natürlich Corona konform

So hatten wir gleich über Pfingsten unser „Pfingsthoffest“ und im gleichen Monat feierten wir „25 Jahre Winzerhof Baumann“, ebenfalls in unseren Zelten im Hof.

Auch das „Daddinga Weipfladla“, am 12. Juli, durften wir wieder so abhalten und von 27. August bis 06. September hielten wir noch unsere Herbsthecke im Hof ab.



Im Oktober möchten wir dann auch noch einmal 10 Tage Heckenwirtschaft halten.

Unsere Veranstaltungen waren gut besucht, unsere Gäste haben alle Regeln befolgt und sich auch von kühleren Temperaturen oder ein paar Regentropfen nicht von Ihrem Besuch bei uns abhalten lassen. Das hat uns sehr gefreut.

Doch nun zu aktuellen Themen.

Der Juli und der August waren wieder sehr trockene Monate. Selbst wenn es mal einen kurzen Regenschauer gab, so war das Wasser sehr schnell verdunstet oder vom Winde verweht.

Wir hatten in den 90er Jahren auch sehr trockene Sommer, doch gab es zu der Zeit noch mehr Winterfeuchtigkeit, diese bewirkte das der Boden mehrere Meter tief feucht war. Im Sommer wenn dann die oberste Schicht abtrocknet, ist das nicht schön, aber die Reben finden in den tieferen Lagen doch noch genug Wasser um die Trauben und das Blattwerk damit zu versorgen.

Jetzt fehlen leider schon seit 2018 die ergiebigen Winterregen oder Schneefälle, der Boden ist Staubtrocken und sehr durstig.

Zum Glück halten unsere Reben diesen Herausforderungen stand, aber die Beeren bleiben in diesem Jahr kleiner als wir erwartet hatten. Das heißt, dass die Ernte wieder nicht zu üppig ausfällt.

Durch die hohen Temperaturschwankungen sind auch dieses Jahr wieder Beeren, die der Sonne zugewandt sind, zum Teil komplett verbrannt und ausgetrocknet.

Unsere üppige Begrünung zwischen den Zeilen ist ebenfalls etwas eingetrocknet, die Samen fallen aus und warten auf den nächsten Regen, um wieder mit dem Wachsen an zu fangen.



Ende Juli hat Martin mit dem Laubschneider die Triebspitzen, die über den obersten Draht rauswächst mit dem Laubschneider abgeschnitten.



Es hat auch etwas Gutes, wenn es im Sommer nicht so viel regnet, das Laub wächst viel langsamer nach und unsere Winzer können sich auf andere, ebenfalls wichtige Arbeiten konzentrieren.

In diesem Jahr ist es immer wieder unser „neuer“ historischer Weinkeller.



Die bestellten Weintanks und –Fässer sind über den Sommer geliefert und im Keller platziert worden.

Es wurde viel auf- und umgeräumt. Jetzt sind wir schon sehr stolz auf das bisherige Ergebnis im Keller. Wir hoffen natürlich, dass unsere Weinfässer auch alle voll werden.

Am 03. September ging auch schon der erste Probelauf mit den Kellermaschinen los.

Wir holten den Ortega, die frühreife Rebsorte ist jedes Jahr der Beginn der Weinlese.

Anfang September ist nicht der früheste Termin an dem wir die Ortega ernten, aber dass wir nun schon seit dem 09.09. schon in der Haupternte sind, das ist sehr frühzeitig.

Wenn das Wetter weiterhin trocken bleibt, werden wir nach Ernteschluss wohl noch ein paar Septembertage übrig haben.

So nun bin ich auch schon wieder am Ende meiner Erzählungen angelangt.

Im Anschluss habe ich noch eine Bauernregel für Sie gefunden und ein paar Weinlesebilder. Viel Spaß beim Anschauen, bis bald wieder.

Septemberwärme dann und wann, zeigt einen strengen Winter an.“






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