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Verwirrte Natur- es blüht im Februar...



Hallo liebe Rebstockpaten und Weinfreunde,

zum ersten Mal in 2020, melden wir uns vom Winzerhof Baumann und hoffen, dass Sie das Jahr gut angefangen haben.

Hoffentlich gesund und alles andere ergibt sich im Laufe des Jahres.


„Wann wird´s mal wieder richtig Sommer…“

das Lied, von Rudi Carrell, habe ich aus Kindheitstagen noch im Ohr.

Heute müsste der Text wohl lauten, „wann wird´s mal wieder richtig Winter, mit Eis und Schnee und Rodelbahnen….“

Denn wir haben nun schon Ende Februar 2020 und wir warten immer noch auf den Winter mit Eis und Schnee.

Die Kleinen unter uns wissen noch gar nicht wirklich was das ist.


Mal sehen, wann er sich entscheidet zu kommen, hoffentlich nicht erst im Mai, zu den Eisheiligen.

Leider taugt der Winter zwar für niedrigere Heizungskosten, für die Natur wirkt er sich leider eher negativ aus.

Zum Teil fangen schon die Osterblumen an zu wachsen und verschiedenste Knospen an den Gehölzen sind kurz vor dem Aufplatzen.



In den Weinbergen herrscht zum Glück (noch) Winterruhe, zumindest für die Rebstöcke.

Wir müssen natürlich schon ein paar Arbeiten verrichten im Weinberg. Die Reben werden von uns zurückgeschnitten, um dadurch das Spalier und die Form der Zeilen zu erhalten.

Der Rebschnitt kann ab dem Blattfall durchgeführt werden, dabei werden die verholzten Reben vom Vorjahr auf ein bis zwei „Ruten“ reduziert.


Hier haben wir nun seit den letzten 3 Jahren den sanften Rebschnitt etabliert.

Beim „sanften Rebschnitt“ werden die Saftbahnen stärker berücksichtigt, so dass der Rebstock möglichst wenig verletzt wird und die Saftströme nicht unterbrochen werden.

Wir haben dieses Jahr an einigen Weinbergen vorerst eine Rute mehr stehen lassen, denn Väterchen Frost hat uns in 2018 und 2019 starke Einbußen in der Ernte gebracht und vor allem in 2019 für ein paar leere Fässer gesorgt.

Dieses Jahr müssen wir den sichereren Weg nehmen, denn ein weiteres Jahr mit schmaler Ernte macht unseren Weinkeller trocken.



Die nächste Arbeit die im Weinberg ansteht, ist das Reparieren der Drahtanlage, d. h. die Holzstickel auswechseln, Drähte spannen und kaputte Ankerdrähte wechseln.

Erst danach steht das Biegen der Rebtriebe (Ruten), die beim Rebschnitt stehen geblieben sind, an. Diese werden um den untersten Draht „gelegt“ oder über den zweiten Draht „gebogen“. Die Frostruten bleiben dabei stehen und werden erst nach den Eisheiligen Mitte Mai abgeschnitten, falls wir vom Frost verschont wurden.


Im Weinkeller ist Ruhe eingekehrt.

Die Weine vom Jahrgang 2019 sind durchgegoren, die Fässer sind Spundvoll und der Wein hat Zeit sich zu entwickeln.

Die Größe der Weinfässer muss sich nach dem jeweiligen Gebinde richten, denn wenn der Wein „hohl liegt“, das heißt dass, das Fass nicht voll ist, verändert sich der Wein ungünstig. Er bekommt einen „Luft-Ton“.


Jetzt ist Zeit unseren historischen Gewölbekeller für den nächsten Herbst herzurichten

und mit Fässern und Weintanks zu bestücken.

Auch ein paar Kellermaschinen werden dafür angeschafft.

Unsere beiden Winzer Martin und Maximilian müssen sich deshalb dieser Tage eher mit der trockenen Materie, der Angebote auseinander setzen, statt in ihrem geliebten Weinberg und Keller zu arbeiten.



Den Jahrgang 2020 wollen wir zum ersten Mal komplett im eigenen Keller ausbauen.

Damit gehen wir in Sachen ökologischer Winzerhof den nächsten Schritt, denn dann dürfen wir auch auf unseren Etiketten zeigen, dass wir ein ökologisch arbeitender und zertifizierterBetrieb sind.


Liebe Rebstockpaten mit einem deutschen Sprichwort möchte ich mich nun bis auf weiteres von Ihnen verabschieden.

Um die Austriebs Zeit melden wir uns wieder.


„Es lenzt nicht, ehe es gewintert hat.“