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Frau Holle und die Goldmarie...


Hallo liebe Rebstockpaten und Freunde des Dertinger Weins, winterliche Grüße aus Dertingen,


Wir melden uns von unserem längsten Winter zurück, den wir als Winzerhof je erlebt haben.

Seit unserer Heckenwirtschaft im Oktober 2020 hat keine Veranstaltung mit Gästen mehr stattfinden können. Man musste sich mit anderen Dingen beschäftigen.

Dank Corona ist unsere Januar Heckenwirtschaft ausgefallen, als kleiner Ersatz haben wir im Januar eine Online-Weinprobe abgehalten.

Wir haben den Link dafür und ein paar Bilder online gestellt. Diese Weinprobe hat während der Vorbereitung und der Durchführung, wieder richtig viel Freude bereitet, vielen Dank an alle Teilnehmer.


So langsam juckt es uns aber ganz schön in den Fingern, wir warten sehnsüchtig darauf, dass wir wieder „echte“ Veranstaltungen mit Ihnen haben und auch Sie als Gäste endlich wieder zu uns auf den Winzerhof, zum Urlaub machen, kommen dürfen.


Zum Glück merken unsere Weinberge von alle dem kaum etwas.

Während die Weine die nötige Zeit bekommen in unserem Weinkeller zur reifen, dürfen die Reben nach der Weinlese und der (wieder) anstrengenden Vegetationsphase in 2020, in die wohlverdiente Winterruhe.

Die Monate November, Dezember 2020 und Januar 2021 waren so mild, dass der Rebschnitt schon im November beginnen konnte. Die Reben waren auch sehr gut ausgereift und verholzt.


Die Böden im Weinberg ruhen ebenfalls über den Winter, erst im kommenden Frühjahr wird der Bereich unter den Zeilen mit der Rollhacke bearbeitet. Dazu sollten die Böden aber abgetrocknet sein, sonst entstehen tiefe Fahrrillen und Verdichtungen in den Zeilen und genau das wollen wir vermeiden.

Was in diesem Winter auch erfreulich ist, ist dass es seit Mitte Januar jede Woche ein wenig Schnee gefallen ist. In unserer Region ist das nicht jedes Jahr der Fall sondern eher die Ausnahme. Anfang Februar wurde es dazu noch ziemlich kalt. Eine große Schneewelle ging durch Deutschland und Väterchen Frost brachte bis zu -15° C. Wir bekamen ca. 15 cm Schnee, der auch über die ganze Woche liegen blieb.




Da der Boden vor dem Schnee noch nicht gefroren war, konnte von Anfang an schon Schmelzwasser im Boden versickern. Die Arbeit an den Reben wurde während dieser Woche eingestellt.

Weil sehr niedrige Temperaturen vorhergesagt wurden, wollte man nicht an den Zeilen rütteln. So konnte der Schnee auf dem Holz liegen bleiben und quasi als Isolierung dienen, auch die Stöcke im Bodenbereich wurden durch den dichten Schnee isoliert.



Der Rebschnitt wurde ausgesetzt, denn die frisch geschnittenen Ruten erfrieren leichter, durch das aussetzen konnten die niedrigen Temperaturen keinen Schaden an den künftigen Austriebsaugen anrichten.

Nach all den trüben Wintertagen konnten wir dann auch endlich wieder einmal die Sonne genießen. Trotz der eisigen Temperaturen hat die Sonne schon eine wärmende Kraft. Haben Sie das auch gemerkt?

Unsere Winzer nutzen jetzt die eisigen Tage für Büroarbeit, und im Keller werden die durchgegorenen Weine probiert und schon langsam auf die Füllung vorbereitet.


Wir können uns wieder auf gute Weine aus dem Weinjahrgang 2020 freuen.

Den gibt es zum Großteil voraussichtlich schon ab Mitte/Ende April zu kaufen.

Bis dahin haben wir aber noch Weine aus dem Vorjahr für Sie bereit.

Im Anschluss noch ein paar Eindrücke von unserer wundervollen Landschaft im Winter, mit und ohne Schnee.


Wir freuen uns wenn Sie, sobald es wieder erlaubt ist, ein paar schöne Tage Urlaubszeit oder PatenWeinZeit bei uns verbringen und in „echt“ die schönen Pfade erwandern und abends den Tag mit einem guten Glas Wein vom Winzerhof Baumann ausklingen lassen.

Bis dahin…., machen Sie auf unserer Internetseite einen Ausflug in den Weinshop. Wir freuen uns auf Ihre Weinbestellung und genießen Sie den guten Schoppen zu Hause.


Zum Abschied noch eine Bauernweisheit:

„Im Februar Schnee und Eis macht den Sommer lang und heiß.“


Bleiben Sie gesund und hoffnungsvoll, wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.