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Im Oktober der Nebel viel, bringt im Winter der Flocken Spiel.


Herbstliche Grüße aus Dertingen, liebe Rebstockpaten und Weingenießer, im September/Oktober2022


Nichts kann mehr vor Raupen schützen, als wenn der Oktober erscheint mit Pfützen.


Alle Rebstockpaten, die uns dieses Jahr ab Mitte September oder gar erst Anfang Oktober besucht haben, wurden leider enttäuscht.

Die Trauben waren schon alle abgeerntet, denn am 24. September hatten wir schon den letzten Lesetag.


Das ist rekordverdächtig früh gewesen.

Die gute Nachricht ist und das ist viel wichtiger, wir haben durchweg gesunde Trauben geerntet. Unsere Weinfässer sind dieses Jahr endlich einmal alle gefüllt worden.


Unermüdlich und frühzeitig, schon Ende Juni, haben unsere beiden Winzer Martin und Maximilian über Tröpfchenbewässerung die Weinreben mit dem kostbaren Nass versorgt.


Dieser große Aufwand von Zeit und Energie und das vorausschauende Denken, haben sich in diesem Jahr besonders bewährt.

Wie das alles von statten ging, haben wir schon im letzten Brief ausreichend erklärt.


Auch der sehr frühe Lesebeginn war eine gute Entscheidung, obwohl wir eigentlich lieber erst nach unserer Herbsthecke I. damit angefangen hätten.

So mussten wir die Doppelbelastung von Heckenwirtschaft und Weinlese/Wein keltern in Kauf nehmen, aber wir konnten schöne reife Trauben mit einer passenden Säure ernten und das, bei zuerst zu heißen Tempertaturen.

Dann ab Mitte September schlug das Wetter um und die Temperaturen wurden zum Teil nasskalt und spätherbstliche Nebel ließen die Finger frühs erst einmal kalt werden.



Mittags wurden wir oft von der jetzt erträglichen Sonne belohnt.

Die letzten Tage im September waren von vielen Niederschlägen geprägt. Der Regen war lang ersehnt, aber wie immer im falschen Moment…. Doch zum Glück waren unsere Trauben schon alle im Keller, das hat uns sehr gefreut.




Als Abschluss der Weinlese ist es bei uns üblich den „Niederfall“ zu feiern.

Bei gutem Essen, Wein und guter Laune lassen wir die Weinlese Revue passieren und Martin gibt Daten und Fakten zur Ernte, auch im Vergleich zum Vorjahr preis.


Sie denken bestimmt, dass wir danach alle in den Winterschlaf gefallen sind? Weit gefehlt, obwohl wir es uns nach all der vielen Arbeit verdient hätten.

Im Weinkeller gärt es in jedem Faß, die Rotweintrauben haben wir im Maischetank vergären lassen. Diese werden erst nach der Gärung gepresst.

Die Maischegärung wird durchgeführt um Farbe und Gerbstoffe aus der Beerenhaut zu lösen, so bekommen die Rotweine eine gute Farbe und den nötigen Schliff. So dauert es noch ein paar Wochen, bis Ende Oktober, bis alle Trauben gepresst sind und der durchgegorene Traubenmost in Holzfässern oder Edelstahltanks reifen darf.




Es geht noch fast täglich weiter mit der Arbeit.

Unsere „Babys“ im Weinkeller wollen gehegt und gepflegt werden. Nach der Gärung müssen die Weine oft in kleinere Tanks umpumpt werden, denn es soll möglichst wenig Luft im Behälter sein. Das würde den Wein ungünstig beeinflussen.

Die Gefäße und Maschinen müssen hygienisch gereinigt werden und die Weinlesegerätschaften, wie Eimer und Scheren werden sauber eingelagert.


Außerdem halten wir im Oktober immer noch unsere Herbsthecke II. ab. 10 Tage lang konnten unsere Gäste in unserer gemütlichen Weinstube unsere Weine und die dazu passenden Speisen zu genießen.


Die Weinberge werden bis in den November auf den Winter vorbereitet.

Jede 2. Zeile wird wieder neu mit Winterbegrünung eingesät. So haben wir bald wieder eine geschlossen Gründecke unter denen sich die Wurzeln der Reben erholen können, um neue Kraft für das kommen Jahr zu sammeln.


Nun kommen wir wieder zum Ende. Als nächstes wird voraussichtlich unser Jahres-End-Brief auf dem Portal veröffentlicht werden.


Denken Sie daran, dass die Weihnachtszeit auch schon bald vor der Türe steht.

Wein ist immer ein passendes Geschenk für andere und zum selbst genießen.


Ihr Team vom Winzerhof Baumann