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Ein herzliches Grüß Gott, liebe Rebstockpaten und Freunde des tauberfränkischen Weines

Aktualisiert: 12. Okt 2018

Patenbrief Juni 2016

Die Zeit vergeht wie im Fluge, schon wieder ist ein viertel Jahr vergangen seit Sie von uns Nachricht erhielten.

Vieles hat sich getan in dieser Zeit.


Beim letzten Brief im März war noch kein sichtbares Leben in unseren Reben und heute stehen die Trauben schon in der Blüte.

Doch wir wollen Sie natürlich der Reihe nach informieren.


Der ganze April war im Verhältnis zum Winter sehr frisch, oft war es tagsüber kaum wärmer als um die Weihnachtszeit. Diese kühlen Temperaturen regen die Säfte in den Reben nicht sonderlich an und so verzögerte sich die Vegetation erheblich. Um den 13. April waren wir sehr froh, dass das so war, denn um diese Tage sanken in der Nacht die Temperaturen auf gefährliche 0 bis minus 5 Grad Celsius.


Auch wenn die Veränderung noch nicht so deutlich war, so wurden die Austriebsaugen um diese Zeit schon dick und bereiteten sich darauf vor das erste Blatt herauszuschieben.

Zu diesem Zeitpunkt sind die Reben extrem empfindlich auf Frost, denn die jungen Triebe frieren sehr schnell und können auch ganz leicht erfrieren.


Tatsächlich wurden die Hauptaugen in unseren Weinbergen bis zu 80% in diesen Nächten geschädigt.

Das schockierte uns ziemlich!


Zum Glück ist die Rebe ein wahres Wunder und es werden immer neben den Fruchttragenden Hauptaugen auch Nebenaugen bereitgehalten, die oft ebenfalls noch kleine Trauben mit austreiben. Dadurch können wir auf den Bildern zum Glück noch die Gescheine unserer künftigen Weintrauben erkennen.

Anfang Mai wurden langsam die ersten Blätter sichtbar und mit den steigenden Temperaturen konnte man fast zusehen wie sich Blatt für Blatt mit den kleinen Trauben herausschoben.


So schnell wie die Vegetation nun voranschritt, so schnell mussten wir in die Weinberge um die unwichtigen Nebentriebe und schon die ersten Blätter an der Basis zu entfernen. Das ist oft ein Wettlauf mit der Zeit, denn es stiegen die Temperaturen auf angenehme Wuchstemperaturen und die häufigen Gewitter mit ergiebigen Regenfällen trieben das Wachstum an.


Bis zu 10 cm wachsen die Triebe an solchen Tagen in die Höhe.


Diese werden in die Spalierdrähte eingesteckt, denn die Fahrgasse muss für die Traktorarbeit frei bleiben.

Seit den Schwülwarmen Temperaturen im Juni müssen wir unsere Reben mit Blätter und Gescheine ständig im Auge behalten. Wir beobachten, ob sich evtl. schwarze Flecken oder ein Pilzrasen auf den Blättern bildet. Das wäre sehr ungünstig, denn das sind Alarmsignale für die gefürchteten Krankheiten Peronospora und Oidium. Das sind beides Pilzerkrankungen und können dazu führen, dass im schlimmsten Fall die ganze Ernte gefährdet wird und die Erkrankung für das nächste Jahr auch schon vorprogrammiert ist.


Ja, was tun wir dagegen: dafür werden die Triebe ordentlich in den Draht gesteckt und immer wieder ältere Blätter entfernt. So bleibt die Gasse nicht nur für den Traktor frei, sondern es kann die Luft in den Zeilen zirkulieren. Die Sonne kann die Regentropfen schneller trocknen. Alle pflegerischen Maßnahmen erledigen wir um die Pflanze an sich schon widerstandsfähiger gegen die Krankheiten zu machen.


Nicht zuletzt werden auch möglichst Umweltverträgliche Pflanzenschutzmittel ausgebracht.

Bis jetzt konnten wir unsere Rebanlagen durch die ständige Pflege gut schützen, drücken Sie uns die Daumen, dass uns das auch weiterhin gelingt.


All diese Arbeiten halten uns den ganzen Sommer in Trab.


Zwischendurch wollen wir natürlich auch noch etwas für unsere Weinvermarktung tun. Mit Festen wie unsere Heckenwirtschaft, Weinproben, Jungweinverkostung, Weinbergsführungen und Weinausschank bei z. B. dem „Schöpple“ am kommenden Wochenende in Wertheim auf dem Neuplatz oder im August im Berliner Weingarten der Spät´schen Baumschule.


Wir freuen uns, wenn Sie uns bei diesen oder anderen Gelegenheiten besuchen möchten.


Von mir erhalten Sie wieder Nachricht wenn die Trauben in die Reife gehen.

Auf bald,

Ihre Monika Baumann




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