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Fleißige Hände, volles Glas - Handverlesen mit ganz viel Liebe

vor 2 Tagen
2 Min. Lesezeit

Wir habe schon wieder eine intensive Zeit hinter uns, seit wir das letzte Mal eine Information veröffentlicht haben.

 

Es ist Ende September und wir sind schon 2 Wochen fertig mit der Weinlese. Das ist kaum zu fassen.

Unsere Weinlese ging in diesem Jahr schon am 17.08.2026 los.

 

Das heißt auch, dass sich die Vegetationsphase der Reben nochmals verkürzt hat.

In den 80er Jahren wurden die Trauben noch ab Mitte Oktober bis in den November geerntet.

In den 90er Jahren mussten wir schon  im September mit der Weinlese beginnen und waren ca. Mitte Oktober fertig.

Seitdem verschiebt sich der Lesestart immer weiter in den heißen Sommer.

Die Reben leisten ab dem Zeitpunkt des Austriebs, das ist ab ca. Mitte April/Anfang Mai bis zur Ernte, eine enorme Arbeit.

Früher hatten die Reben ca. 5-6 Monate Zeit zu entstehen, zu wachsen und zu reifen.

Der Zuckergehalt und die Reife der Trauben und Reben war zu der Zeit noch eher geringer als das heute zu Tage der Fall ist.



Dieses Jahr waren unsere Trauben schon nach 3 1/2 Monaten voll Reif, mit sehr guten Öchsle-Graden.

Das liegt an den sehr heißen Sommern und den sehr milden Wintern der letzten Jahre. Die Pflanze kommt über die milden Winter eigentlich gar nicht richtig zur Ruhe. Die Knospen stehen praktisch immer auf Lauerstellung.

Dadurch sind die Knospen im Frühjahr sehr Kälteempfindlich und wir haben immer wieder mal mehr und mal weniger Erfrierungsschäden.

Sobald es dann im Mai warm wird und zunächst einmal genügend Wasser im Boden ist, fängt die Rebe explosionsartig zu wachsen an.

Die Trauben entwickeln sich genauso schnell. Dieses Jahr war zudem eine extrem lange Trockenheit und auch genauso heiß. Auch nachts war es sehr oft um die 20 Grad.

Wir haben überwiegend Muschelkalkböden.

Diese sind sehr wasserdurchlässig, durch die Trockenheit baut sich die Säure der Traube schon in der Reifezeit ab.

Da wir ein gewisses Maß an Säure in unseren künftigen Weinprodukten brauchen, hatten wir uns entschlossen schon Mitte August mit der Weinlese zu beginnen.

Von dem hohen Zuckergehalt waren wir nach dem ersten Lesetag selbst überrascht, deshalb wurde auch kaum ein Pausentag eingelegt. Die Wetterprognose hat auch immer wieder Regen angekündigt, also gab es nichts zu warten.

Wir haben zwar den ganzen langen Sommer sehnlichst auf Regen gewartet, aber leider kommt er dann ja oft erst, wenn es ungünstig ist.

Die Trauben sind reif, falls es zu Starkregen gekommen wäre, was es bei uns zum Glück nicht gab, hätten die Beeren plötzlich einen Wachstumsschub bekommen, die Beerenhäute können aufplatzen und die Fäulnis beginnt.

Durch die gute Arbeit unserer Weinlesehelfer, hatten wir das große Glück unsere Trauben gesund in den Weinkeller zu bekommen und so ist die Voraussetzung für einen guten Weinjahrgang gesetzt.



„Ernten macht Durst auf Vorjahreswein“

Durch den trockenen Sommer ist die Ausbeute der Trauben nicht besonders hoch. Es werden wohl noch einige Weinfässer leer bleiben.

Für die Vollen Weinfässer gilt, Qualität braucht keine Eile.

 

„Was die Erde im Sommer nährt, wird im Herbste im Glase geehrt.“


In diesem Sinn, hier unsere nächsten Termine zum Vormerken!


 

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