Regnet’s am Margarethentage(10.06.), dauert der Regen noch vierzig Tage.
- 10. Juni
- 3 Min. Lesezeit

In den Weinbergen stecken wir jetzt wieder mitten in der Hauptarbeitszeit.
Aber zunächst wollen wir an die letzte Information anknüpfen.
Anfang Mai waren die Nächte noch recht kühl. Dieses Jahr haben die Reben, Gott sei es gedankt, nicht allzu sehr gelitten und haben auch die Eisheiligen gut überstanden.
Rehe mögen leider die jungen Triebe auch sehr gerne und fressen die Triebspitzen ab, das macht uns das Leben leider auch immer wieder schwer. Die abgebissenen Triebe wachsen nicht mehr gerade sondern in Büschen, das ist nicht gut.

Der Austrieb ging flott voran, weil der Mai in der Folge im Allgemeinen recht warm wurde.
Wir konnten sehr zügig die „Frostruten“ abschneiden und die Doppeltriebe ausbrechen. So kann sich die Pflanze darauf konzentrieren, dass der jeweilige Haupttrieb mit den Traubenansätzen in die Höhe wächst.
Wie immer um diese Zeit kann man förmlich zusehen, wie die Triebe der Sonne entgegenwachsen, von Tag zu Tag.
Wir haben Anfang Juni und die „Gescheine“ stehen in der vollen Blüte. Die winzigen „Beerenkäppchen“ sind großteilig abgeworfen und die kleinen Blütendochte sind sichtbar. Es liegt ein süßlicher Blütenduft in der Luft.
Eine Wonne für alle Winzer.
Nach dem verblühen können die Beeren wachsen, werden schwerer und neigen sich nach unten. Bis zu dem Zeitpunkt ist das „Geschein“ (die Vorstufe zur Traube) nach oben gerichtet.
Das ist ein früher Termin und lässt auch dieses Jahr wieder eine frühe Weinernte vermuten.
Jetzt sind die Triebe so lange, dass wir die Doppeldrähte schließen können, das erspart uns den Arbeitsgang, jeden einzelnen Trieb in den Spalierdraht einzufädeln.
Die längeren Triebe werden in den Drahtrahmen eingeheftet. Das bildet die Hauptarbeit bis die Triebe über den obersten Draht hinausgewachsen sind. Immer wenn alle Weinberge abgearbeitet sind, geht es wieder von vorne weiter. Mit etwas Glück, mit einer kleinen Verschnaufpause.
Parallel zu der „Laubarbeit“ gibt es natürlich noch mehr zu tun im Weinberg.
Der Pflanzenschutz, der auch im Biologischen Weinbaubetrieb nötig ist, um die Reben vor Pilzerkrankungen zu schützen. Um die erlaubten Mittel zu unterstützen, kocht Martin wie jedes Jahr schützende Pflanzentees aus: Efeublätter, Schafgarbe, Ackerstachelhalm, Weidenrinde, Mädesüß usw.
Maximilian macht meist die unterschiedlichen Bodenbearbeitungen, die nötig sind.
Das ist z. B. die Unterstockbearbeitung.
Mit einem Zwischenachsscheibengerät wird unter den Reben, dem Beikraut die Wurzel abgeschnitten und sie wachsen nicht mehr weiter. Dadurch bleibt es relativ „sauber“ unter den Rebstöcken.
Wenn die Beikräuter bis zur Traubenzone hochwachsen würden, könnten diese in den feuchten Morgenstunden zur Pilzinfektion beitragen oder nach Regenfällen, die Nässe in der Traubenzone länger halten.
Am Blatt und an den Trauben können wir ständige Nässe nicht gut gebrauchen, dass Wasser nützt uns im Erdreich viel mehr.
Um zu fördern, dass möglichst viel vom kostbaren Nass in den Boden gelangt und dort auch gehalten wird, sind unsere Gassen zwischen den Zeilen immer begrünt. Dazu werden immer wieder Kräuter und Leguminosen eingesät.
Mit dem Traktor wird meist nur jede 2. Zeile durchfahren. Jedes Jahr wird die Fahrbahn gewechselt.
Die letztjährige Fahrspur wird nun grob gefräst, so werden die Bodenverdichtungen wieder gelockert.
In der jeweils anderen Gasse wird entweder das hohe Beikraut gemulcht oder gewalzt.
Das erhöht die Aufnahmefähigkeit des Bodens und durch das lockern kann er eingespeicherten Stickstoff an die Pflanze abgeben.
Die Begrünung der Gassen dient als Beschattung des Bodens, während der heißen Tage, dadurch verdunstet weniger Wasser aus dem Boden. Im Gegenzug verhindert das Grün, dass bei schweren Regenfällen, die Erde mitgerissen wird und das Wasser versickert an Ort und Stelle.
Ja, wir sind bei Regen angekommen, wir hatten in den letzten Tagen mehrmals die Ankündigung, dass es Regnen sollte. Leider sind bei uns nur wenige Tropfen angekommen.
Aus dem Grund fangen wir jetzt schon an, über unsere Bewässerungsschläuche Wasser in den Boden sickern zu lassen. Wir wollen damit verhindern, dass die Pflanzen in Trockenstress geraten.
Wer von Euch mehr erfahren möchte ist jederzeit bei uns willkommen.
Ganz egal, ob Sie einmal in die Arbeit im Weinberg schnuppern möchten oder eine Gästeführung durch unsere Weinberge mit mir machen möchten.
Oder eine Auszeit in unseren Gästezimmern.

Oder aber Sie kommen zu unserer nächsten Schoppeneinkehr am Montag und Dienstag (15.06. + 16.06.)
Auch diesmal gibt es außer unseren Weinen mit kleiner deftiger Vesper, wieder Kaffee und Kuchen
Oder unsere Sommercocktails, wir freuen uns auf Euren Feedback.























Kommentare